Der Paritätische Städteregion Aachen

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Ein Port-it-Zettel mit einem Ausrufungszeichen darauf

Aktuelles und Termine

Kundgebung „Was bin ich euch wert?" – 500 Menschen setzen ein Zeichen gegen Kürzungen

Am Donnerstag, 15. Oktober, haben sich rund 500 Menschen auf den Parkterrassen in Burtscheid versammelt, um gemeinsam für den Erhalt sozialer Arbeit in Aachen und der Städteregion einzustehen. Mit uns haben 15 unserer Mitgliedsorganisationen zur Kundgebung aufgerufen – zeitgleich tagte an diesem Ort der Städteregionstag.

Danke an alle Teilnehmenden! Jede*r Einzelne hat dazu beigetragen, dass die Botschaft klar und deutlich war: Soziale Arbeit ist nicht verhandelbar!

Ein besonderer Dank geht an alle, die am Mikrofon gesprochen haben. Die aus ihrer eigenen Situation erzählt haben – als Selbstvertreter*in, als Fachkraft, als Kind. Die gezeigt haben, was Kürzungen konkret bedeuten: längere Wartezeiten in der (Krisen)beratung, weniger Orte für Kinder, weniger Zeit für Pflege und Begleitung. 

Und ein Dank an das inklusive Musikprojekt NeonGrau52, das mit kraftvollen Rap-Songs für die richtige Stimmung und einen eindrucksvollen Rahmen gesorgt hat.

Die Kundgebung hat gezeigt: Soziale Arbeit ist gesamtgesellschaftlich relevant und dafür treten wir weiter ein.

Kundgebung: „Was bin ich euch wert?"

Die Träger der Pari-AG Aachen rufen gemeinsam mit dem Paritätischen Aachen zu einer Kundgebung auf. Sie fordern finanzielle Sicherheit für den sozialen Bereich. Am Donnerstag, 15. Oktober 2026, machen sie von 17 bis 19 Uhr bei einer Kundgebung vor den Kurpark-Terrassen in Aachen-Burtscheid auf die Folgen finanzieller Kürzungen aufmerksam.

Unter dem Motto „Was bin ich euch wert?" richten sie ihre Forderung an die Politik: eine klare Prioritätensetzung und verlässliche Finanzierung für funktionierende Strukturen im sozialen Bereich. Kürzungen gefährden etablierte Angebote, die seit Jahren bestehen und vor Ort dringend gebraucht werden – für Kinder, Jugendliche, Familien, Menschen mit Unterstützungbedarfen, queere Menschen und viele weitere Gruppen.

Die Träger fordern zudem eine Zusammenarbeit mit der Kommunalpolitik auf Augenhöhe und dass ihre Fachkenntnis in politische Entscheidungen einfließt.

Die Kundgebung findet zeitgleich mit dem Städteregionstag statt. Musikalisch gestaltet wird die Veranstaltung vom inklusiven Musikprojekt Neongrau52. Alle sind herzlich eingeladen, sich für das Anliegen stark zu machen und mit uns auf die Straße zu gehen.

Workshop „Haltung zeigen, Demokratie stärken!"

Der Paritätische in der Städteregion Aachen bietet in Kooperation mit der Stadt Stolberg, der Demokratiewerkstatt Stolberg und der Landeszentrale für politische Bildung NRW einen Workshop zur Stärkung der Demokratie an. 

Unter dem Motto „Haltung zeigen, Demokratie stärken!" vermittelt der Referent Andreas Steinert Handlungssicherheit im Umgang mit demokratie- und menschenfeindlichen Einstellungen in Schule und Sozialer Arbeit. 

Der kostenlose Workshop findet am 17. November 2026 auf der Stolberger Burg statt und richtet sich an Lehrkräfte und Sozialarbeiter*innen.

Netzwerk für Sozialstaat & Demokratie

Demokratie stärken: ja! Sozialkürzungen: nein! Um dieser Forderung Stärke zu verleihen, haben wir uns gemeinsam mit dem DGB, mit AWO, KAB, Katholikenrat, den Gewerkschaften, Omas gegen Rechts und vielen weiteren Organisationen in Aachen im ‚Netzwerk für Sozialstaat & Demokratie‘ zusammengefunden.
Gemeinsam fordern wir von der Bundesregierung die Rücknahme der sogenannten Reformpläne, die zu Lasten von Beschäftigten, Rentner*innen, Menschen mit Unterstützungsbedarf, Familien, Kranken und (zu) Pflegenden gehen.

Das Foto entstand auf dem Pressegespräch am 16.09.2026 zur Vorstellung des Netzwerks mit o.g. Akteur*innen.

Der DGB lädt darüber hinaus am 26.09.2026 nach Essen zur großen NRW-weiten Demo gegen Sozialabbau ein und stellt auch kostenfreie Busse zur Anreise zu Verfügung. Mehr Infos hier: https://nrw.dgb.de/mitmachen/aktionstag-sozialstaat

Staffelübergabe in der Kreisgruppe Städteregion Aachen

Zum 1. September 2026 gab es in der Kreisgruppe Städteregion Aachen einen Wechsel in der Geschäftsführung.

Unsere langjährige Geschäftsführerin, Manuela Aye, bleibt dem Paritätischen erhalten und wir gratulieren ihr herzlich zu ihrer neuen Stellung. Sie wechselt in den Bereich „Regionale Vertretung" in den Landesverband Wuppertal – eine Position, die ihre Erfahrung und ihr Engagement für die Arbeit des Paritätischen unterstreicht. Wir sind dankbar für ihre wertvolle Arbeit in Aachen und freuen uns, sie in dieser neuen Rolle wiederzusehen.

Mit Lea Maria Scholtes bekommt die Kreisgruppe Städteregion Aachen eine neue Geschäftsführerin aus den Reihen des Paritätischen. Einigen ist sie sicherlich schon bekannt, da sie von September 2024 bis Dezember 2025 als Koordinatorin für regionale Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit in unserer Geschäftsstelle arbeitete. Anschließend übernahm sie für ein dreiviertel Jahr die Geschäftsführung der Kreisgruppe in Düren und ist nun zu uns nach Aachen zurückgekehrt.

 

Ein gelungener Abend der Staffelübergabe

Am 8. September 2026 fand eine offizielle Staffelübergabe statt, die von unserer geschätzten Vorsitzenden Carmen Leicht-Scholten wunderbar moderiert wurde. Es war ein leichter, schöner Abend mit ausreichend Zeit zum informellen Austausch.

Unter den Gästen begrüßten wir Bürgermeister Sebastian Becker und die Sozialdezernentin Annika Schmitz, die beide Grußworte sprachen.

In ihren Abschiedsworten würdigte Manuela Aye die Arbeit der Pari AG und des Vorstands und benannte auch die Herausforderungen ihrer Zeit in Aachen. Lea Maria Scholtes stellte sich kurz vor und freut sich auf die Kontakte und die Gestaltung in der Zukunft.

Wir heißen Lea Maria Scholtes herzlich willkommen und wünschen ihr für ihre neue Aufgabe viel Erfolg und einen guten Start. Manuela Aye wünschen wir für ihre neue Tätigkeit im Paritätischen NRW alles Gute und danken ihr für die tolle Zusammenarbeit!

Herzlichen Dank an alle Gäste für ihr Kommen und ihre Unterstützung!

Konferenz der Mitglieder

Am 3. Juli fand unsere diesjährige Konferenz der Mitglieder in unserer Kreisgruppe statt.

Maximilian Weiß vom Paritätischen NRW stellte den Teilnehmer*innen die Stabstelle Digitalisierung und Transformation des Paritätischen vor sowie das Programm IANOS, das Mitgliedsorganisationen im Arbeitsalltag unterstützen kann. 

Außerdem wurde unser neues Mitglied, der Lohner Hof, Reit- und Therapiezentrum e.V. noch mal herzlich begrüßt und stellte seine Arbeit ebenfalls den Anwesenden vor.

Bei den Vorstandswahlen wurden Prof. Dr. Carmen Leicht-Scholten, Prof. em. Dr. Ulrich Deller, Carmen Reiß-Frings und Arnold Schweden einstimmig wiedergewählt. Herzlichen Glückwunsch!

Manuela Aye stellte unseren Jahresbericht 2025 vor, den Sie nun auch digital ansehen können.

Aachen zeigt Engagement - wir waren dabei

Am 30. Mai fand wieder die Veranstaltung “Aachen zeigt Engagement” im Aachener Stadtpark statt, bei der diverse Vereine und Initiativen ihre Arbeit vorstellten.
Der Paritätische beteiligte sich gemeinsam mit den Mitgliedsorganisationen Aachener Laienhelfer Initiative e.V., Café Zuflucht - Rechtsberatung, Teilhabe und Menschenrechtsarbeit mit Geflüchteten (refugio e.V.), dem Hörgeschädigten Zentrum Aachen und der Schuldnerberatung Aachen e.V..
An unserem Stand konnten sich alle Interessierten über die Arbeit und Angebote informieren während die kleinen Gäste sich im Dosenwerfen übten.
Trotz des zunächst sehr nassen Wetters war es wieder ein schöner Tag um verschiedenste Vereine kennenzulernen und in Austausch zu kommen.

Neues Mitglied begrüßt: Lohner Hof, Reit- und Therapiezentrum e.V.

Wir freuen uns den Lohner Hof als neues Mitglied beim Paritätischen begrüßen zu können. 

Das Therapiezentrum wurde 1999 eröffnet und bietet seitdem pferdegestützte Heil- und Traumapädagogik, Hippotherapie, Parareitsport und inklusives Voltigieren mit elf Therapiepferde und qualifizierten Fachkräfte an.

Am 13. Mai überreichte Manuela Aye das Paritätische Willkommenspaket an Vorstandsmitglieder des Lohner Hofs.

Neue Delegierte für die LAG der Werkstatträte NRW

Ende 2025 wurden in den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in NRW neue Werkstatträte gewählt. Ähnlich wie Betriebsrät*innen vertreten sie die Interessen der Beschäftigten in ihren Betrieben. Über die Landesarbeitsgemeinschaften (LAG) der Werkstatträte NRW bringen sie ihre Anliegen in die Landes- und Bundespolitik ein. 

Die LAG der Werkstatträte NRW besteht aus 17 Delegierten, davon sind 7 Beschäftigte in Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW. Im Februar 2026 kamen fast 70 Werkstatträte und Vertrauenspersonen aus 44 Werkstätten zusammen, um die neuen Delegierten aus den Reihen des Paritätischen zu wählen. Wir gratulieren ganz herzlich Max Haberland von der Lebenshilfe Aachen zu seiner Wahl!

In den kommenden vier Jahren setzen sich die Delegierten unter anderem für ein gerechteres Entgelt, verbesserten Gewaltschutz, die Etablierung von Leichter Sprache, stärkere Mitwirkung und die Weiterentwicklung der Werkstätten ein. Die konstituierende Delegierten-Versammlung, bei der die Delegierten aus allen Wohlfahrtsverbänden zusammenkommen und ihre Sprecher*innen wählen, fand im März im nordrhein-westfälischen Landtag statt. 

Jetzt unterschreiben: Kitas retten – KiBiz NRW besser machen!

Die Reform des Kinderbildungsgesetzes NRW (KiBiz) war mehr als überfällig, doch der im Dezember vom NRW-Familienministerium vorgelegte Referentenentwurf droht vieles schlechter zu machen und wenig besser. Noch kann die Landesregierung etwas ändern: Am 27. Januar 2026 wird der Referentenentwurf ins Kabinett eingebracht – und so wie er vorliegt, darf er es nicht wieder verlassen! Wer diese Forderung teilt, kann dies nun auch öffentlich zum Ausdruck bringen: Der Paritätische Wohlfahrtsverband NRW ruft auf, die Online-Petition „Kitas retten – Kinderbildungsgesetz NRW besser machen!“ zu zeichnen.

Ohne Korrekturen am Gesetzesentwurf drohen Schließungen und massive Qualitätseinbußen in der Kindertagesbetreuung in NRW, so die Botschaft der Online-Petition. Bestehende Probleme werden zulasten von Trägern, Fachkräften und Familien weiter verschärft. Kern- und Randzeiten ermöglichen den Einsatz unzureichend qualifizierter Kräfte, Bring- und Abholzeiten werden pädagogisch ausgehöhlt, und frühkindliche Bildung wird auf Kernzeiten reduziert. Unterbesetzungen erhöhen das Risiko für Kindeswohlgefährdungen, Kinder mit Förder- oder Teilhabebedarf sind nicht ausreichend berücksichtigt. Die Regelungen verlagern Verantwortung auf Träger, Fachkräfte und Eltern, ohne Betreuungsstabilität tatsächlich zu sichern, und verschärfen den Fachkräftemangel. Die im Gesetz gemachten Vorschläge gefährden insbesondere die Existenz kleiner Kitas, statt Entlastung zu schaffen. Der Wegfall des Zuschlags für eingruppige Kitas sowie die drastisch reduzierte Finanzierung von Kita-Helfer*innen setzen Einrichtungen unter finanziellen Druck. 

„Wir fordern die Landesregierung deshalb auf, den Gesetzentwurf grundlegend nachzubessern, Planungssicherheit zu gewährleisten und die Trägervielfalt sowie die Qualität frühkindlicher Bildung nachhaltig zu sichern“, heißt es in der Petition. Noch bis zum 27. Januar 2026 sind alle Bürger*innen aufgerufen, online zu unterschreiben: 
https://weact.campact.de/petitions/kitas-retten-kinderbildungsgesetz-nrw-besser-machen  

 

Hintergrund

Unter dem Dach des Paritätischen NRW sind über 1.750 Kindertageseinrichtungen organisiert: von mehr als 950 basisdemokratischen Elterninitiativen bis hin zu größeren Trägern mit hauptamtlichen Strukturen. Der Verband lehnt den KiBiz-Referentenentwurf in der vorliegenden Form entschieden ab und unterstützt die Position der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege NRW. Am 15. Januar 2026 hat der Verband eine ergänzende Stellungnahme an Familienministerin Josefine Paul übermittelt. Die Stellungnahmen stehen online zur Verfügung.

 

Wahlen zum Verbandsrat 2025 - 39. Mitgliederversammlung in der Historischen Stadthalle Wuppertal

Am Donnerstag, den 27. November 2025 fand in der Historischen Stadthalle Wuppertal die 39. ordentliche Mitgliederversammlung des Paritätischen NRW statt. Aus ganz Nordrhein-Westfalen kamen Vertreter*innen der rund 3.100 Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW nach Wuppertal. 

Neben einem umfangreichen Programm wählten die Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW an diesem Tag einige Mitglieder des Verbandsrates. 

Wir freuen uns ganz besonders, da Prof. Dr. Gerd Ascheid aus unserem Aachener Vorstand in den Verbandsrat gewählt wurde. Dazu gratulieren wir ganz herzlich!

Kommunale Leitlinien für eine humane Flüchtlingspolitik

Auf Initiative unserer Mitgliedsorganisation Café Zuflucht/Refugio e.V. fand unter Mitwirkung des Paritätischen, Amnesty International, Vertreter*innen der katholischen und evangelischen Kirchen, Seebrücke, Sea Eye und weiteren Netzwerken am 03.09.2025 ein politisches Frühstück statt, um mit den politischen Verantwortlichen aus Stadt und Städteregion Aachen kommunale Leitlinien für eine humane Flüchtlingspolitik auf den Weg zu bringen. Der Entwurf für kommunale Leitlinien behandelt insbesondere die Fragen rund um Grenzkontrollen im Raum Aachen, Kindeswohlaspekte, Schutzaspekte und die Initiative “Sicherer Hafen” der Seebrücke. Das Treffen in offener und  konstruktiver Runde war ein gelungener Auftakt und der Paritätische begrüßt es sehr, wenn die kommunalpolitischen Leitlinien veröffentlicht und umgesetzt werden.

Rückblick 2024: Der neue Jahresbericht ist da!

Mit dem Jahresbericht 2024 ist nun der Rückblick auf die Schwerpunkte und Tätigkeiten der Paritätischen in der Städteregion Aachen erschienen. Neben den Berichten zum Widerstand gegen die geplanten Kürzungen im Landeshaushalt und der großen Demo zu "NRW bleib sozial"!", dem Flagge zeigen gegen Rechts und der Vorstands- und Vertretungsarbeit, finden sich auch wieder Überblicke über die Angebote des Paritätischen NRW sowie über unsere Mitgliedsorganisationen. Der Bericht steht zum Download bereit.

Dialog für eine soziale Infrastruktur vor der Kommunalwahl 2025

Vereine im Paritätischen haben erfolgreich zur Wahlarena für Stadt und Städteregion Aachen eingeladen

Am 27.06.2025 veranstaltete die Kreisgruppe der Städteregion Aachen des Paritätischen NRW im Haus der Lebendhilfe mit der „Wahlarena“ ein ganz besonderes Format, um mit Vertreter*innen der Kommunalpolitik in ein fachliches und praxisnahes Gespräch zu kommen. Die Organisator*innen waren begeistert, dass über dreißig Kommunalpolitiker*innen der demokratischen Parteien der Einladung des Paritätischen und der Vertreter*innen der vielfältigen Vereine folgten. Nach dem Empfang und einer Begrüßung durch Prof. em. Dr. Ulrich Deller, Vorstandsmitglieder der Kreisgruppe Aachen, hatten die Politiker*innen die Möglichkeit, in fünf Räumen zu den Themen „Stärkung von Verwirklichungschancen – Kernkompetenz der Sozialen Arbeit“, „Kinder, Jugend und Familie“, „Sexualisierte und häusliche Gewalt – Versorgung und Bedarfe“, „Vielfalt gestalten“ und „lebenswerte Quartiere“ in einen vertiefenden Austausch mit den beteiligten Akteur*innen zu gehen. Mit großem Engagement wurde hier im Vorfeld der Kommunalwahlen 2025 zu aktuellen sozialpolitischen Fragestellungen informiert, diskutiert und gemeinsam zu Handlungsoptionen und Lösungen überlegt. Im Fokus standen Fragen und Herausforderungen in Bezug auf die soziale Infrastruktur in Stadt und Städteregion Aachen aus der Perspektive und anhand vielfältiger Erfahrungen der Vereine, denn die soziale Infrastruktur ist für das Leben ihrer Adressat*innen von oftmals existentieller Bedeutung. Im gemeinsamen Austausch zum Abschluss der Wahlarena wurde herausgehoben, dass bezahlbarer und zugänglicher Wohnraum ein großes Problem für die Menschen in allen Arbeitsfeldern im sozialen Bereich darstellt. Auch wurde von den Politiker*innen das Interesse benannt, dieses produktive Format in kürzeren Abständen zu wiederholen, um den Austausch zu intensivieren und auf konkrete Bedarfe aus der Praxis im politischen Handeln lösungsorientiert reagieren zu können. 

 

Für eine offene und aktive Zivilgesellschaft

Der Paritätische Gesamtverband hat eine Handreichung mit dem Titel „Rechtliche Rahmenbedingungen der politischen Betätigung von gemeinnützigen Organisationen“ veröffentlicht. Die Kleine Anfrage der CDU/CSU zur „Politischen Neutralität staatlich geförderter Organisationen“ im Deutschen Bundestag stellt das verdienstvolle Engagement von zivilgesellschaftlichen Organisationen pauschal unter Verdacht und fördert Misstrauen gegenüber der gesamten Zivilgesellschaft. Der Paritätische NRW mit seinen 3.100 Mitgliedsorganisationen aus allen Bereichen der sozialen Arbeit kritisiert die parteipolitische Einflussnahme auf zivilgesellschaftliches Engagement und erklärt seine Solidarität mit den betroffenen Organisationen.

Die Kleine Anfrage der CDU/CSU ist kein Einzelfall. In den Parlamenten von Bund und Ländern gibt es vermehrt Anfragen verschiedener Parteien, die nicht auf eine sachliche Bewertung zielen, sondern auf Einschüchterung und das Schüren von Angst und Unsicherheit. Diese Tendenzen sind auch in NRW zu beobachten, wo die Landtagsfraktion der FDP eine Kleine Anfrage zur finanziellen Förderung politisch aktiver sogenannter Nichtregierungsorganisationen (NGOs) durch die Landesregierung gestellt hat.

Eine offene Gesellschaft wird durch das Engagement ihrer Unterstützer*innen getragen und bereichert. Der Paritätische NRW bleibt entschlossen, alles zu unternehmen, um dieses Engagement gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen zu fördern und zu stärken.

Menschenfeindliche und rechtsextreme Positionen sowie Organisationen sind unvereinbar mit dem Paritätischen NRW

Der Paritätische NRW bekräftigt seine Position als Teil der zivilgesellschaftlichen Brandmauer gegen Rechtsextremismus. Er steht fest zu seinen Grundsätzen der Toleranz, Offenheit und Vielfalt und lehnt jegliche Form von Diskriminierung, Rassismus und Menschenfeindlichkeit ab. Die Zusammenarbeit mit rechtsextremen, demokratie- und verfassungsfeindlichen Organisationen und Parteien ist unvereinbar mit den Werten des Paritätischen NRW. Einen entsprechenden Beschluss hat der Aufsichtsrat des Verbandes im Februar 2025 verabschiedet. Der Unvereinbarkeitsbeschluss steht hier zum Lesen und als Download bereit.

Zusammen für Demokratie: #DuEntscheidest

Wir haben die Wahl, in welche Richtung sich unser Land entwickelt. Ab Februar 2025 zeigen wir auf Bannern, Poster und Social Media überall in Deutschland: Wir wollen eine Gesellschaft, in der Menschenrechte für alle gelten und niemand zurückgelassen wird.

Ein breites gesellschaftliches Bündnis, zu dem auch der Paritätische Gesamtverband gehört, startet die Kampagne Zusammen für Demokratie.

In ganz Deutschland werden ab heute an Kirchen und Gewerkschaftshäusern, Vereinsgebäuden, sozialen Einrichtungen und vielen weiteren Orten Banner und Plakate aufgehängt. Mit der Kampagne #DuEntscheidest wirbt ein breites gesellschaftliches Bündnis aus 69 Organisationen mit vier klaren Botschaften für demokratische Werte und gesellschaftlichen Zusammenhalt:

  • „Das Recht des Stärkeren schwächt alle anderen. Wir wollen solidarisch zusammenleben.“
  • „Menschenrechte gelten für alle Menschen. Wir wollen ein Land, das niemanden im Stich lässt.“
  • „Rassismus ist keine Meinung. Wir wollen Vielfalt leben.“
  • „Eine gerechte Gesellschaft ist eine Aufgabe, kein Traum. Wir wollen Veränderungen gemeinsam gestalten.“

Weiteres auf der Bündnisseite Zusammen für Demokratie

Bündnis-Aufruf: Für soziale Sicherheit und gerechte Verteilung

Mit einem gemeinsamen Aufruf kritisiert ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Sozial- und Wohlfahrtsverbänden, dem Mieterbund, Pro Asyl und Erwerbslosen-Initiativen Forderungen nach sozialen Kürzungen und verurteilt die aktuelle Stimmungsmache gegenüber schutz- und hilfebedürftigen Menschen scharf.

Für soziale Sicherheit und eine gerechte Verteilung – gegen Sozialstaatsabbau und Hetze gegen Leistungsberechtigte

"Der Sozialstaat ist ein wesentliches Fundament der Gesellschaft in Deutschland. Der Sozialstaat gewährleistet soziale Sicherheit, unterstützt eine gerechtere Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums und ist die Grundlage des demokratischen und friedlichen Zusammenlebens. Der Sozialstaat organisiert Solidarität unter gleichberechtigten Bürgerinnen und Bürgern und bringt zum Ausdruck: wir stehen füreinander ein. Das gebietet unsere Verfassung und das ist gut so! Demokratie und soziale Grundrechte gehören zusammen."

Der ganze Aufruf ist auf der Seite des paritätischen Gesamtverbandes zu lesen.

Zwischenruf zu einer besonnenen und evidenzbasierten Debatte über Flucht, Migration und Integration

Als Zwischenruf zu einer besonnenen und evidenzbasierten Debatte über Flucht, Migration und Integration haben die Verbände der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAG FW) 10 Handlungsmaxime aufgestellt.

Die Menschen in den Mittelpunkt stellen 
Migration ist nicht immer Ergebnis einer selbstbestimmten Entscheidung, sondern häufig durch große Not verursacht. Sie bedeutet meist, viel im Herkunftsland zurückzulassen. Die Chancen von Migrant:innen auf Teilhabe in Deutschland unterscheiden sich erheblich. Umso wichtiger ist es, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Ankommen und gesellschaftliche Teilhabe für alle schnell möglich sind. Administrative Hürden sollten so gering wie möglich gehalten werden.

Humanität wahren
Wer in Deutschland Schutz sucht, muss menschenwürdig behandelt werden und wer einen Schutzanspruch geltend macht, ein faires Verfahren erhalten. Die Debatte fokussiert aktuell auf Kontrolle, Abschreckung und Restriktionen wie Zugangsbeschränkungen und haftähnliche Zustände. Diese Maßnahmen gefährden humanitäre Mindeststandards und damit unsere offene Gesellschaft. (Migrations-)politische Erwägungen finden ihre Grenzen an der unantastbaren Menschenwürde. 

Alle 10 Handlungsmaxime als pdf-Dokument

Pressemitteilung Kundgebung gegen Kürzungen

Dateittyp pdfPressetext
82 KB | Dateityp: PDF

Plakat Workshop "Haltung zeigen, Demokratie stärken!"

Dateittyp pdfPlakat zum Workshop
589 KB | Dateityp: PDF

Jahresbericht 2025